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Chippen/ Pferdepass

Seit dem 01.07.2000 muss jeder Equide (Pferd, Pony, Esel) nach EU-Recht einen sogenannten Pferdepass (Equidenpass) besitzen. Der Pferdepass ist ein wichtiges Dokument, welches zu jedem Pferd gehört und auch immer am Tier verbleiben sollte. Wenn ein Pferd bei uns in der Klinik bleiben muss, so muss auch der Pferdepass mit abgegeben werden. Er stellt quasi den Personalausweis der Pferde dar.

Der Pferdepass wird entweder vom Zuchtverband oder von der FN (http://www.pferd-aktuell.de/fn-service/pferdepass/transponder-- chip/transponder--chip) ausgestellt. Um einen Pass ausgestellt zu bekommen, muss dann eine Identifikationskontrolle durch einen Tierarzt oder einen Beauftragten der Landeskomission erfolgen.Beim Verbringen des Pferdes muss der Pass immer mitgeführt werden.

Er dient unter anderem zur:

  • Identifikation (Geschlecht, Fellfarbe, Abzeichen usw.) des Pferdes
  • Dokumentation von Impfungen
  • Nutzungsdeklaration: Dies bedeutet, dass jedes Pferd als Schlachtpferd oder Nicht-Schlachtpferd deklariert werden muss. (Fehlt der sogenannte Arzneimittelanhang, indem auch die Deklaration zum Schlachtpferd oder Nicht-Schlachtpferd enthalten ist, muss dieser bei der FN beantragt werden)

Konsequenzen die durch die Deklaration zum Schlachtpferd entstehen

  • Viele bewerte Medikamente dürfen bei Pferden, die zur Schlachtung vorgesehen sind nicht verabreicht werden.
  • Medikamente die auf der sogenannten Positivliste vermerkt sind müssen genauestens vom Tierarzt im Equidenpass dokumentiert werden.
  • Der Tierhalter ist verpflichtet ein Bestandsbuch zu führen. In diesem Bestandsbuch muss die Identität der behandelten Tiere, das angewandte Arzneimittel, die Nummer des Medikamentenabgabebeleges, Art und Menge der Verabreichung, Datum der Behandlung, die Wartezeit in Tagen sowie der Namen der Person die das Arzneimittel verabreicht vermerkt werden. Die gesetzliche Aufbewahrungsfrist des Bestandsbuches und der Arzneimittelabgabebelege muss eingehalten werden.