Leistungsspektrum/ Magen- /Darmdiagnostik

Magen-/Darmdiagnostik

Kolik (nur konservativ)

Unter dem Begriff Kolik versteht man einen abdominalen Schmerz (ein Schmerz im Bauchraum). Es gibt verschiedene Ursachen für kolikartige Schmerzen. Ein Pferd mit Kolik zeigt unter anderem Krankheitssymptome, wie flehmen, schwitzen, Inappetenz, fehlender Harn und Kotabsatz, sowie wälzen, Unruhe und sich unter den Bauchschlagen. Wenn Pferde solche Symptome zeigen, sollte unbedingt eine Untersuchung durch einen Tierarzt erfolgen.

In der Außenpraxis können folgende Untersuchungen im Bereich des Magen-Darmtraktes durchgeführt werden:

  • Allgemeine Untersuchung (z.B. Herzfrequenz, Atemfrequenz, Farbe der Schleimhäute, Bestimmung der Darmmotorik)
  • Rektale Untersuchung (z.B. um Verstopfungen, Aufgasungen oder Verdrehungen des Darms zu ertasten)
  • Nasenschlundsonde (dabei wird ein Schlauch in den Magen eingeführt, um die Füllung des Magens zu überprüfen und evtl. Medikamente einzugeben)
  • Es erfolgt dann je nach Befund eine medikamentelle Therapie oder das Pferd muss zur weiteren Diagnostik und/ oder Therapie in eine Klinik überwiesen werden.

    In der Pferdeklinik Bilsen ist nur eine konservative Koliktherapie möglich. Wir führen KEINE Kolikoperationen durch!

    Zur konservativen Koliktherapie in der Pferdeklinik Bilsen stehen ihnen folgende Maßnahmen zur Verfügung:
    • Laboruntersuchung im eigenen Labor
    • Abdominale Ultraschalluntersuchung
    • Bauchpunktion
    • Punktion des Blinddarms
    • Infusionstherapie
    • Nachtwache

    Sollte eine Kolikoperation für Sie und ihr Pferd in Frage kommen, überweisen wir sie gerne in eine mit uns kooperierende Klinik mit Kolikchirurgie (www.pferdeklinik-seester.de).

Schlundverstopfung

Bei der Schlundverstopfung ist die Speiseröhre meist mit Futter (z.B. Pellets, Rübenschnitzel, Möhren oder Äpfeln) oder einem Fremdkörper verlegt, so dass es dem Pferd nicht möglich ist abzuschlucken und Futterbrei und Speichel aus den Nüstern herausläuft. Eine Schlundverstopfung ist ein Notfall, da Futterbestandteile eingeatmet werden könne und so zu einer Lungenentzündung (Aspirationspneumonie) führen können. Es erfolgt eine medikamentelle Therapie und das Freispülen der Speiseröhre mittels Nasenschlundsonde.In seltenen Fällen ist ein chirurgisches Eingreifen notwendig.

Erkrankungen des Magens

Magenerkrankungen äußern sich beim Pferd z.B. durch schlechten Allgemeinzustand, milde Koliksypmtome - vor allem nach der Kraftfutteraufnahme - oder rezidivierende Koliken. Zur Diagnose von Magenerkrankungen sollte eine Gastroskopie in der Klinik erfolgen. Das Pferd muss dafür nüchtern sein.

Bei der Gastroskopie wird ein Schlauch mit einer Kamera (Endoskop) über die Nüster in den Magen eingeführt, dabei werden die Speiseröhre, die Magenschleimhaut, der Mageninhalt und auch der Übergang in den Darm sichtbar und können auf Erkrankungen untersucht werden.

Rezidivierende Koliken

Wenn Pferde immer wieder Koliksymptome aufweisen, sollten folgende Untersuchungen durchgeführt werden:
• Blutuntersuchung
• Kotprobe
• Abdominale Ultraschalluntersuchung
• Untersuchung der Bauchhöhlenflüssigkeit
• Rektale Untersuchung
• Gastroskopie (Endoskop)
• Entnahme von Rektumbiopsien