Operationen/ Narkose

Narkose


Die Allgemeinanästhesie oder Narkose ermöglicht durch die Bewusstlosigkeit und das Ausschalten des Schmerzempfindens das Durchführen von diagnostischen und therapeutischen Eingriffen (Operationen).

Vor einer geplanten Operation wird der Gesundheitszustand des Pferdes beurteilt. Die Voruntersuchungen werden am Tag zuvor durchgeführt und gliedern sich in eine Allgemeine Untersuchung, sowie eine Blut- und eine Kotuntersuchung. Außerdem werden Vorerkrankungen und Medikamente, die dauerhaft gegeben werden, erfragt. Der Besitzer wird über die Risiken der Narkose aufgeklärt OP Einverständniserklärung, Aufklärung über Behandlungs-, Operations- und Narkoserisiken
Die Narkose selbst besteht aus 4 Phasen:

  • Sedierung des nüchternen Pferdes in der Box (Prämedikation): zur Stressverminderung und ruhigeren Einleitung der Narkose
  • Ablegen des Pferdes in der Ablegebox vor dem Operationssaal (Einleitung der Narkose)
  • Erhaltung der Narkose mittels Narkosegas (Isofluran) und einem muskelrelaxierenden Medikament (kombinierte Narkose)
  • Aufwachphase: die Narkose wird ausgeleitet und das Pferd wird mit Hilfe einer Schweif- und Halslonge in der gepolsterten Aufwachbox schonend aufgestellt.


Während der Narkose werden die Pferde ständig durch einen unserer Anästhesisten überwacht. Vitalparameter (Herz- und Atemfrequenz, Kreislauf), Reflexe und Narkosetiefe werden ständig überprüft und im Narkoseprotokoll eingetragen. Neben dem nicht-apparativen Monitoring steht außerdem noch das apparative Monitoring zur Verfügung:
• EKG: Überwachung von Herzfrequenz und Herzrhythmus
• Blutdruckmessung: der Blutdruck wird direkt in einer Arterie gemessen
• Kapnographie: Messung von Sauerstoff-, CO2- und Narkosegaskonzentration in der Atemluft
• Blutgasanalyse: Messung von CO2- und Sauerstoffkonzentration im Blut